Urban Sketchers Symposium Bern

 9.-11. September 2021 in Bern https://symposium.usk-switzerland.ch/

der Link oben führt zur offiziellen Seite.

 

Hier ergänze ich Infos zu meinem Workshop.

Am Freitag und Samstag Nachmittag gebe ich folgenden Workshop:

 

„top down“ und „bottom up“ beim Zeichnen

 Mit spielerischen Übungen erkunden wir, was uns leiten kann beim Zeichnen. Statt (unsere) Vorstellungen und Erwartungen erfüllen zu wollen („top down“), experimentieren wir vor allem mit „bottom up“: Mit allen Sinnen wahrnehmen, uns berühren und überraschen lassen, mit dem Zufall spielen … in einen „Dialog“ mit der Skizze kommen, hin und her zwischen Fläche und Linie, und sonstigen Inspirationen folgen, noch nicht wissend, wohin sich die Skizze entwickelt.

 

Dieser Workshop eignet sich sowohl für fortgeschrittene Zeichner*innen, die lebendiger zeichnen möchten, als auch für Anfänger*innen, die sich (jenseits von einschränkenden Zeichenlehrer-Erinnerungen) einfach spielerisch auf ihre ureigene Bildsprache einlassen möchten. 


 

Fragen:

Schreib einfach ein Mail oder telefoniere. Vor dem 11.7. und ab dem 3. 8. kann ich zeitnah antworten, dazwischen bin ich 3 Wochen offline unterwegs.

ba.gruen(ät)gmx.ch

079 74 22 111

 

Zum Material:

was du am liebsten dabei hast und was dich nicht reut zum Experimentieren:

 

- etwas grosszügiges für (Farb-)Flächen (z.B. Wasserfarbe, "Backpinsel", Wasser+becher)- ein Stift, der darunter oder darüber geht (z.B. wasserfester Fineliner oder Fülli, Kugelschreiber, weicher Bleistift)- ein paar wasserlösliche Farbstifte oder Neocolor

- Papier oder Skizzenbuch und ein paar lose Blätter A5 bis A4

- für den persönlichen Komfort je nachdem: Klapphocker, Lesebrille, Sonnen- / Regenschutz, Proviant


Hintergrund

Was passiert mit der Leichtigkeit in Kursen, wenn wir von den spielerischen Aufwärmübungen zu längeren Skizzen übergehen? ... und wieder zu spielerischen Übungen?

Und was macht es aus, dass meine Alltags- und Reiseskizzen so viel mehr Freude machen als die Auftragsarbeiten? Sowohl beim Zeichnen, als auch wenn ich sie ansehe ...


Über die Jahre habe ich neben dem "wirklich sehen, was da ist" (das können die Meisten mit den Aufwärmübungen) noch einen zweiten Faktor entdeckt:

Die Haltung, die wir beim Zeichnen haben. Erwartungsdruck (vom Auftraggeber, oder alte Ängste, dass das Resultat nicht den Erwartungen des Lehrers entspricht, oder eigene Vorstellungen, wie die Skizze am Ende aussehen soll). Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir haben immer eine Haltung beim Zeichnen, die die Skizze beeinflusst - sowohl den Flow beim Zeichnen, als auch die Ausstrahlung des fertigen Bildes.

Ich habe noch einen Hintergrund als Coach, systemische Aufstellerin und in Theorie U ("leading from the emerging future"). Das half mir, meine Beobachtungen und Fragen auch auf andern Ebenen zu erkunden. Daraus entsteht ein vertieftes Verständnis, was da beim Zeichnen mitspielt (z.B. "Top down" vs "Bottom up") - und eine Reihe praktischer Übungen, die das (auch ohne Theorie) spielerisch erfahrbar machen - für mehr Leichtigkeit beim Zeichnen und lebendigere Skizzen.

(Es geht nicht darum, das eine dem andern vorzuziehen, sondern bewusst von beiden Haltungen das Stimmige zu wählen. Und im Workshop auch einfach in mehr "Bottom up" einzutauchen und Erfahrungen damit zu sammeln.)


Workshop-Elemente

... ergänze ich hier dann noch weiter. Für heute: Bilder von den Karten- und Würfelspielen zur Inspiration/ zum Anpassen und unten ein Maldiktat zum Herunterladen (und ein Perspektive-Video). Zum Grün und zum Sinnenhaften schreibe ich später. itte erinnere mich, falls ich es vergesse. Ich bin grad am Zügeln ...)

Download
Maldiktat
Maldiktat USK21.pdf
Adobe Acrobat Dokument 56.9 KB

Das gehört nicht zum Workshop, aber einige fragten nach Perspektive. Ich habe das Video in Englisch gemacht und Mundart darüber gesprochen:

Englische Version: